Werke für Klaviere zu vier Hände-Teil 2

JOHANNES BRAHMS
Schumann-Variationen op. 23
Walzer op. 39
Neue Liebeslieder-Walzer
Ungarische Tänze (Auswahl)
Mainzer Klavierduo
Daniela Ballek und Agathe Wanek
Johannes Brahms hat das vierhändige Spiel auf einem oder zwei Klavieren stets
gepflegt und von vielen seiner Kammermusikwerke eigene Bearbeitungen hergestellt.
Die Klavier-Version seines f-Moll-Quintetts hat er mit eigener Opuszahl op.
34a versehen und sie seinerzeit öffentlich gemeinsam mit dem Liszt-Schüler Carl
Tausig in Wien gespielt. Auch die berühmten Orchestervariationen über ein Thema
von Joseph Haydn (7096-2) hat er selbst auf zwei Klaviere
übertragen und sie ebenfalls als eigenständige Kompositionen in sein Werkverzeichnis
aufgenommen. Die Variationen über ein Thema von Schumann liegen dagegen nur
in der Besetzung für Klavier zu vier Händen vor. Das Thema ist wohl Robert Schumanns
letzter musikalischer Gedanke, bevor die Geisteskrankheit endgültig Besitz von
ihm nahm. Von ihm hatte der kranke Meister behauptet, Schubert und Mendelssohn
hätten ihm die Melodie eingegeben. Brahms schrieb die Variationen 1861 als Erinnerung
und Huldigung an Robert Schumann. Johannes Brahms hat neben seinen schwergewichtigen
Werken auch einen Hang zur leichten Muse gehabt, und daher stellen seine Walzer
und Ungarischen Tänze (nur wenige von ihnen hat Brahms selbst später instrumentiert)
eine sinnvolle Ergänzung dar.
siehe Teil 1, 7096-2